
Es begann mitten im ersten Weltkrieg, als der junge Schuhmacher- Meister Lorenz Lachmayr aus Bayern an den Rhein verschlagen wurde. Die Kasernen waren damals überfüllt, so daß er als Soldat in einem Privatquartier stationiert wurde.
Es war das Haus von Otto Caesar, der sich als Kaffeeimporteur und Inhaber einer Großrösterei in Köln und Umgebung einen Namen gemacht hatte. Dieser fand bald Gefallen an diesem fröhlichen Bayern, der sich wiederum ebenso am Rhein sehr wohl fühlte.
So blieb mein Urgroßvater nach dem Krieg hier in Köln und heiratete Martha Klein, mit der er sich eine eigene Existenz aufbauen wollte.
In Sülz fand das junge Paar gleich eine Wohnung, in der 1918 Lorenz seine erste Werkstatt einrichtete. Diese kam in die Küche. Und während Martha am Herd hantierte, hämmerte ihr Mann eifrig drauf los. Er war bald ein begehrter Schuhmacher in der Gegend, denn er verstand etwas von seinem Fach.
Doch diese Werkstatt sollte erst der Anfang sein, denn beide träumten davon bald ein eigenes Schuhgeschäft zu besitzen, mit großen Schaufenstern und vielen Schuhen.

Ein Jahr später hatten Sie für damalige Verhältnisse ein stattliches Konto von 2000 Mark gespart. Am Duffesbach 24 bot sich ein kleines Ladenlokal, doch so sehr meine Urgroßeltern auch rechneten, das Geld reichte nicht. Durch Zufall trafen Sie den alten Quartierswirt Otto Caesar wieder, der Ihnen die Restsumme leihen konnte. Mit dieser Hilfe konnte das Geschäft schnell eröffnet werden und wurde bald zu einem beliebten Schuhhaus.
Da das Geschäft von Anfang an auf zwei Füßen stand, ein mal die Schuhreparatur und Maßanfertigung von Schuhen, zum zweiten der Schuhhandel, war es möglich den Betrieb durch viele Höhen und Tiefen zu führen.
In der belebten Breite Straße wurde vor dem Krieg das Schuhhaus Lachmayr schnell zu einem Begriff. Die Kundschaft kam von weit her.
Schnell wurde das Ladenlokal Am Duffesbach zu klein und man fand einige Häuser weiter ein größeres Ladengeschäft mit mehr Schaufenster und einer größeren Werkstatt. Geschickt steuerte man das Geschäft durch die Wirtschaftskrisen und brauchte bald wieder einen größeren Geschäftsraum, den man dann im Stadtzentrum auf der Breite Straße 86-88 fand.
Auch dort ging es immer weiter aufwärts, bis der Krieg auch in Köln einzog. Mit Bezugsscheinen und guten Kontakten hielt Lorenz das Geschäft über Wasser, auch als die beiden ältesten Söhne Soldat wurden.
Am 31. Mai 1942 traf eine Bombe das Haus und zerstörte es so, daß kaum etwas gerettet werden konnte.
Trotz alledem wurde bereits sechs Wochen später in der Schwertnergasse ein Ausweichquartier geschaffen. Ein Jahr später wurde auch hier alles durch eine Bombe zerstört. Nun zog man in die Schildergasse, wo wiederum ein Behelfsladen eröffnet wurde, der 1945, kurz vor Kriegsende ebenso zerstört wurde.
Trotzdem wieder nichts gerettet werden konnte, wagte man einen Neustart in einer Baracke, die das Geld für einen ordentlichen Laden auf der Hahnenstraße 2 abwarf. Dies geschah 1950. Die alten Kunden kamen schnell wieder, so daß bereits ein Jahr später in der Breite Straße 106 ein neues Geschäft eröffnet werden konnte.
Hieraus entstand dann das Hauptgeschäft in dem der Seniorchef residierte, während seine Frau die Zweigstelle auf der Hahnenstraße leitete. Sein Sohn Lorenz Lachmayr hatte inzwischen die Meisterprüfung als Orthopädie-Schuhmacher gemacht und leitet nun die Werkstatt.
1954 heiratete er Magdalene Focking, mit der er zwei Kinder, Petra und Lorenz – Jörg bekam.
1961 zog sich der Senior aus dem Schuhhandel zurück und übergab die Geschäfte an Magdalene und Lorenz Lachmayr. Nach dem Tod der Eltern wurde das Geschäft auf der Hahnenstraße 1974 geschlossen und der Ausbau der Breite Straße vorangetrieben.
1984 bestand Sohn Lorenz-Jörg seine Meisterprüfung als Orthopädie-Schuhmacher und führte so nach dem Abitur die Tradition des Handwerks im Hause weiter.

1985 übernahm man die Maßwerkstatt Peter Meurer in der St.-Apern-Straße 44-46, die dazu beitrug den Maßschuhkundenkreis weiter auszubauen und neben Orthopädischen Schuhen feine Maßschuhe herzustellen.
Diese Werkstatt wurde 1989 wieder geschlossen, nachdem ein Komplettumbau des Geschäftes auf der Breite Straße 1987 den notwendigen Platz für eine größere Werkstatt ergeben hat.
1988 heiratet Lorenz-Jörg seine Frau Birgit Houben, die nach einer Ausbildung zu Einzelhandelskauffrau bei Loden-Frey in München und einigen Jahren als Stewardeß bei Lufthansa, mit ins Geschäft einstieg.

Zusammen mit einer Gemeinschaft aus verschiedenen Ärzten wurde das Ärztehaus Widdersdorf gegründet, indem eine kleine feine Zweigstelle des Schuhhaus Lachmayr ein Zuhause gefunden hat.
In diesem Jahr kamen auch Nicola und Lorenz-Stefan Lachmayr dazu.

2014 bestand Lorenz-Stefan seine Meisterprüfung als Orthopädie Schuhtechniker und führt mit Lorenz-Jörg zusammen die Tradition des Handwerks im Hause weiter.

Unsere Filiale in der Breite Straße wurde modernisiert.
2018 wurde das Schuhhaus Lachmayr 100 Jahre alt. Ein Jahr begleitet von vielen tollen Jubiläums Aktionen.
Schuhhaus Lachmayr
100 Jahre Historie
Seit 1918 steht Schuhhaus Lachmayr für Qualität, persönliche Beratung und die Leidenschaft für gutes Schuhwerk. Was einst begann, hat sich über mehr als ein Jahrhundert hinweg zu einem festen Namen entwickelt. In all den Jahren ist vieles moderner geworden, doch eines ist immer geblieben: der Anspruch, für jeden Kunden den passenden Schuh zu finden.
Unsere Geschichte ist geprägt von Tradition, Erfahrung und vielen wichtigen Meilensteinen. Generationen von Kunden haben uns ihr Vertrauen geschenkt und unseren Weg begleitet. Darauf sind wir stolz. Gleichzeitig war es uns immer wichtig, mit der Zeit zu gehen, unser Angebot weiterzuentwickeln und Bewährtes mit Neuem zu verbinden.
Heute steht Schuhhaus Lachmayr für über 100 Jahre Fachkompetenz, gelebte Kundennähe und ein starkes Bewusstsein dafür, dass Schuhe weit mehr sind als nur ein Alltagsprodukt. Sie begleiten Menschen jeden Tag und genau deshalb legen wir seit jeher großen Wert auf Qualität, Passform und ehrliche Beratung.
Auf dieser Seite möchten wir Ihnen die wichtigsten Stationen unserer Unternehmensgeschichte zeigen und einen Einblick geben, wie sich Schuhhaus Lachmayr seit 1918 entwickelt hat.